Warum gerate ich immer wieder an die Falschen?

BINDUNGSÄNGSTE ERKENNEN UND LIEBEVOLL MIT IHNEN UMGEHEN

Vielleicht erkennst du dich in einer der Aussagen wieder:
• Ich sehne mich seit langem nach einer Beziehung, aber die, in die ich mich verliebe sind entweder vergeben oder lassen sich nicht wirklich auf eine Beziehung mit mir ein.
• Ich habe in mehreren Beziehungen gelebt, konnte mich aber nie langfristig festlegen. Der Richtige war einfach noch nicht dabei.

Eine gute Nachricht vorneweg: Das ist kein Schicksal, mit dem du leben musst. Ich bin überzeugt davon, dass jeder in einer glücklichen Beziehung leben kann, wenn er es möchte.

Diejenigen, die sich nach einer Beziehung sehnen und sich dann Menschen aussuchen, die schwer oder gar nicht erreichbar ist, haben oftmals eine tiefe, unbewusste Angst, verlassen zu werden oder nicht gut genug zu sein. Oder die unbewusste Befürchtung, vereinnahmt und überrollt zu werden. Da ist es sicherer, sich der oberflächlichen Verliebtheit hinzugeben ohne in die „Gefahr“ der Nähe einer echten Beziehung zu kommen.
Manchmal stecken auch Jäger-Persönlichkeiten dahinter, die Spaß an Eroberung haben und gerne dem Gefühl folgen, sich beweisen zu müssen. Sie finden Menschen spannend, die schwer zu kriegen sind. Dahinter steckt gerne das stetige Bedürfnisse nach Anerkennung. Glaubenssätze wie „Ich muss andere von mir überzeugen“ oder „Ich muss was besonderes sein“. Diese Themen könnten in der Ursprungsfamilie eine Rolle gespielt haben.

Diejenigen, die sich schon öfter gebunden aber bisher noch nicht den Richtigen gefunden haben, erleben oftmals eine stürmische Verliebtheit. Diese Verliebtheit lässt dann plötzlich nach und kippt in eine Art „Fehlerfokussierung“. Sie sehen dann nur noch die Defizite des anderen. Die tolle Prinzessin oder der tolle Prinz ist dann auf einmal ein Mängelexemplar. Anstatt sich damit zu beschäftigen, was am anderen falsch ist, wäre es eine gute Idee, sich einmal die Frage zu stellen, was das Ganze mit einem selbst zu tun hat. Woran kann es liegen, dass die anfängliche Begeisterung plötzlich zur Ablehnung wird?

Hier bringe ich den Begriff Bindungsängste ins Spiel oder entspannter formuliert: „bewusste und unbewusste Überzeugungen in Bezug auf das Thema Partnerschaft“.


Man unterscheidet zwischen AKTIVER und PASSIVER Bindungsangst. Im Folgenden beschreibe ich die beiden Typen in extremer Ausprägung. Die meisten von uns haben Tendenzen zu einem Typ und das in individuell schwacher oder starker Ausprägung.

Der AKTIV bindungsängstliche Typ fühlt sich zunächst stark zu nähesuchenden Menschen hingezogen. Wenn er sich dann auf Nähe und auf die Beziehung einlässt, kann es sein, dass recht bald in ihm das Gefühl aufkommt, Erwartungen erfüllen zu müssen. Oftmals schwankt dieser Typ dann zwischen Hinterherlaufen und Davonlaufen. Es entsteht ein Tanz aus Nähe und Distanz. Menschen mit aktiven Bindungsängsten haben große Probleme mit Erwartungen. Tief drin glauben sie „Wenn ich will, dass du mich liebst, muss ich deine Erwartungen erfüllen“. Das kann dazu führen, dass sie innerlich oft auf der Flucht sind und zu fast allem „Nein“ sagen. Insbesondere sagen sie Nein zu gemeinsamen Plänen und Unternehmungen. Das Nein erzeugt zwar Schuldgefühle in ihnen, diese sind aber lange nicht so unangenehm wie das Gefühl der Unterwerfung, das durch ein Ja-Sagen entstehen würde. So hält der aktiv Bindungsängstliche fast immer dagegen und redet sich aus verbindlichen Zusagen mit schwammigen Antworten raus. Die Angst, sich an den anderen anzupassen und sich selbst dabei zu verlieren ist riesig.
Das Gegenüber läuft somit regelmäßig gegen eine Wand und fühlt sich zunehmend ohnmächtig. Der aktiv Bindungsängstliche ist innerhalb der Beziehung der Alleinherrscher über Nähe und Distanz. Er möchte sich nicht festlegen und ist ständig damit beschäftigt, seine Autonomie zu wahren und sein Revier abzustecken. Zudem bringt er sich so gut wie gar nicht in die Gestaltung der Beziehung mit ein. Auf Dauer ist das sehr frustrierend für den anderen und sehr belastend für die Beziehung. Im Grunde fehlt dem aktiv Bindungsängstlichen das tiefe Gefühl, entspannt Ja und Nein sagen zu dürfen. Er spürt gar nicht, was er selber wirklich will. Er spürt nur die Bedrohung, vereinnahmt und kontrolliert zu werden. Um sich zu schützen, ist er grundsätzlich dagegen und mauert.

Der PASSIV bindungsängstliche Typ hingegen sagt fast immer „Ja“. Tendenziell gibt sich dieser Typ innerhalb einer Beziehung auf. Er ist sehr stark in der Bindung und meistens nähesuchend. Er passt sich viel an und kehrt seine Bedürfnisse oftmals unter den Teppich. Diese Menschen können nur schlecht alleine sein und fühlen sich erst dann vollkommen, wenn sie in einer Partnerschaft sind. Sie haben das Gefühl, viel dafür tun zu müssen, geliebt und angenommen zu werden. Man könnte fast schon sagen, dass sie der Liebe hinterherlaufen. Der passiv bindungsängstliche merkt nicht, wie er sich mit seinem unbewusst laufenden Programm selbst die Freiheit nimmt, sich innerhalb der Beziehung zu behaupten. Auch dieser Typ spürt nicht, was er selber wirklich will. Er spürt nur die Bedrohung, den anderen zu verlieren und nicht mehr geliebt zu werden. Um sich zu schützen, vermeidet er Konflikte und flüchtet in ein übertriebenes Harmoniestreben – er verzeiht schnell und versucht es dem anderen recht zu machen, damit so schnell wie möglich wieder „gute Stimmung“ herrscht. Trotz dieser frei gewählten Anpassung erlebt er den Partner als egoistisch und dominant, fühlt sich nicht gesehen und somit in der Opferrolle. Vom Gegenüber wird der angepasste Ja-Sager wiederum als immer unattraktiver wahrgenommen.

Letztlich hat auch der aktiv Bindungsängstliche das Gefühl, viel dafür tun zu müssen, damit er angenommen und geliebt wird. Er entscheidet sich allerdings für die Rebellion und die Abschottung. „Ich verlasse mich lieber auf mich selbst“. „Ich lasse den anderen gar nicht erst an mich heran, so dass er mir nicht das Herz brechen kann“.

Wie kann man mit seinen Bindungsängsten umgehen?

Erstmal geht es darum, sie zu erkennen und sie anzunehmen. Sobald wir um sie wissen, wird das Leben schon deutlich leichter. Bindungsängste sind nichts ungewöhnliches, sie kommen in den besten Familien vor. Selbst Menschen, die in jahrelangen Ehen leben, haben Bindungsängste. Man kann sich selbst ganz entspannt einfach mal beobachten und sich dadurch besser kennenlernen. Man kann sich Fragen stellen wie: Wie war die Situation früher zuhause? Was sind meine tiefen Überzeugungen? Glaube ich vielleicht, dass ich immer lieb und artig sein muss? Oder dass ich alles richtig machen muss? Glaube ich, für Liebe viel leisten zu müssen? Glaube ich, dass ich nicht gut genug bin? Darf ich überhaupt einen eigenen Willen haben? So kann man seinen Kindheitsprägungen auf die Spur kommen und sie anhand verschiedener Methoden auflösen. ThetaHealing, die Methode, mit der ich arbeite, eignet sich bestens dafür.

Es geht um eine gute Balance aus Bindung und Autonomie
Die Aufgabe ist es, aus dem kindlichen Verhalten herauszukommen und in ein Erwachsenen-Ich zu finden, das entspannt für sich selbst einstehen kann. Wenn man eine gute Balance aus Autonomie und Bindung für sich entwickelt hat, ist es kein Problem mehr, authentisch „Ja“ und „Nein“ zu sagen. Dann sind wir frei ihn unserer Bedürfnisäußerung. „So wie ich bin, darf ich sein“. Wenn ich zu mir und meinen Bedürfnissen stehe, dann engt mich eine Beziehung nicht mehr ein. Dann kann mich Nähe nicht mehr bedrohen. Dann bin ich frei von Erwartungen und von Verlustangst.

Es hängt allein von mir ab, ob ich mir die Erlaubnis gebe, ich selbst zu sein, um so in eine glückliche Partnerschaft zu finden.

Ich möchte dich darin bestärken, nach Innen zu schauen und deinen Mustern auf die Spur zu kommen. Es ist wundbar möglich, diese zu verändern und so zu deinem Glück zu finden. Ich weiß, wovon ich spreche. Früher habe ich mir öfter Männer ausgesucht, die nur schwer oder gar nicht erreichbar waren. Später habe ich als passiv Bindungsängstliche in zwei längeren Beziehung gelebt an der Seite von aktiv bindungsängstlichen Männern. Irgendwann hat es mir gereicht. Ich wollte Einsicht nehmen und endlich in eine glücklichen Partnerschaft finden. Also habe ich mich auf den Weg gemacht, habe mir meine unbewussten Programme angeschaut und sie aufgelöst. Heute weiß ich, wer ich bin, was ich möchte und wie ich das entspannt zum Ausdruck bringen kann. Mein Selbstwert hat sich deutlich erhöht und ich erlaube mir einen tollen Partner, der gut zu mir passt und einfach er selbst ist. Wir leben eine authentische Beziehung auf Augenhöhe. No more Drama.

Wenn sich das gut anhört und auch du dich auf den Weg machen möchtest, dann melde dich bei mir. Ich begleite dich von Herzen gerne in deine authentische und glückliche Partnerschaft. Es kann gut sein, dass sie mit dem aktuellen Partner an deiner Seite möglich ist, falls du einen hast. Oftmals hilft es schon, etwas in dir zu verändern, wodurch sich deine Beziehung richtiger anfühlt.

So kannst du Kontakt mit mir aufnehmen: https://www.vivianevolz.de/kontakt/

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Deine
Viviane

Foto: everton-vila/unsplash

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